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Wichtige Vorschriften zur Fahrradbeleuchtung

Um im Straßenverkehr auch in der DĂ€mmerung oder Dunkelheit gesehen zu werden, ist eine ausreichende Beleuchtung am Fahrrad wichtig. Nur so lĂ€sst sich die optimale Sicherheit im Straßenverkehr sicherstellen. Allerdings darf eine Radfahrende Person die Beleuchtung nicht nach GutdĂŒnken auswĂ€hlen. Die StZVO hat Vorschriften zur Fahrradbeleuchtung erlassen, die es zu beachten gilt. Andernfalls drohen Bußgelder.
Besonderheiten
  • auf PrĂŒfzeichen achten
  • auch Reflektoren anbringen
  • batteriebetrieben oder mit Dynamo
  • Bußgelder drohen

Das Wichtigste zusammengefasst
  • FĂŒr die Fahrradbeleuchtung gelten Vorschriften, die in §67 StVZO geregelt sind. Bei einem Verstoß drohen Bußgelder von bis zu 35 Euro.
  • Neben dem Vorder- und RĂŒcklicht ist das Anbringen von Reflektoren Pflicht. Diese mĂŒssen im Gegensatz zum Licht auch tagsĂŒber vorhanden sein.
  • Nachdem die Pflicht eines Dynamos zum Betrieb der Fahrradbeleuchtung 2013 abgeschafft wurde, sind inzwischen auch batteriebetriebene Leuchten am Fahrrad zugelassen.

Grundlegende Vorschriften zur Fahrradbeleuchtung

Die gesetzlichen Grundlagen zur Fahrradbeleuchtung findest du in §67 StVZO (lichttechnische Einrichtungen). Hier kam es 2013 zu einer Änderung in Bezug auf den Dynamo, der seitdem nicht mehr als alleiniges Mittel zum Betrieb der Beleuchtung zugelassen ist. Seit 2017 entfĂ€llt zudem die MitfĂŒhrungspflicht von Lichtern am Tag. Stattdessen wurde diese auf die jeweiligen SichtverhĂ€ltnisse zugeschnitten.

Batterielicht oder Dynamo?

Neben dem klassischen Betrieb der Fahrradbeleuchtung ĂŒber einen Dynamo, der Vorder- und RĂŒcklicht wĂ€hrend des Tretens mit Strom versorgt, hat sich inzwischen die Nutzung von batteriebetriebenen Lichtern durchgesetzt. Wichtig ist, dass diese rutschfest am Fahrrad befestigt sind.

LED-Leuchten bieten dabei eine gute Leuchtkraft auch in dunkler Nacht und erweisen sich gegenĂŒber den GlĂŒhbirnen vergangener Tage als Ă€ußerst langlebig.

Das MitfĂŒhren der Lichter ist tagsĂŒber zwar nicht vorgeschrieben – doch auch starker Regen kann dazu fĂŒhren, dass eine Nutzung des Fahrradlichts sinnvoll wĂ€re. Die StVO besagt damit auch, dass das Licht parat sein muss, wenn es die SichtverhĂ€ltnisse erfordern.

Die Batterie kann sich schnell als Nachteil erweisen, wenn der Akku mitten auf der Fahrt leer ist. Eine zuverlĂ€ssige Alternative ist daher eine Lichtanlage, die ĂŒber einen Nabendynamo mit Strom versorgt wird.

Bedingungen zu Vorder- und RĂŒcklicht

FĂŒr die vordere Beleuchtung ist ein weißes Abblendlicht vorgeschrieben, das zwischen einer Höhe von 40 und 120 cm vom Boden angebracht sein muss. Es darf nicht blinken und muss so eingestellt sein, dass es andere Verkehrsteilnehmende nicht blendet. Bei einem Rad von einer Breite mit mehr als 100 cm sind zwei Scheinwerfer vorgeschrieben, wobei die Anbringung jeweils maximal 20 cm von der Außenkante entfernt sein darf. Die LeuchtstĂ€rke muss an einer Wand in 10 Metern Entfernung noch mindestens 10 Lux betragen.

FĂŒr das RĂŒcklicht gelten Ă€hnliche Vorschriften, allerdings darf die Montage hier ab einer Höhe von 25 cm ĂŒber dem Boden erfolgen. Zudem muss das Licht rot sein. Gestattet ist hier auch eine Bremslichtfunktion, sofern diese den Vorschriften ECE R. Nr. 50 entspricht.

Reflektoren sind vorgeschrieben

Neben der Vorder- und RĂŒckbeleuchtung sind ein großer weißer Frontreflektor und ein roter Reflektor hinten vorgeschrieben. Nicht mehr nötig ist hingegen das Anbringen eines zweiten roten Reflektors hinten. Sowohl der Front- als auch der RĂŒckreflektor können dabei auch im Scheinwerfer integriert sein.

Die Pedale mĂŒssen ebenfalls nach vorne und hinten mit gelben Reflektoren ausgestattet sein.

FĂŒr die Speichen gibt es hingegen unterschiedliche Lösungen:

  • Reifen mit einem durchgehenden Reflektor an der Flanke
  • zwei gelbe Speichenreflektoren je Laufrad
  • reflektierende Speichenclips an jeder Speiche

Achtung: Beleuchtung ist nicht gleich Beleuchtung

Vor allem der Kauf ĂŒber das Internet geht oft mit der Gefahr einher, Beleuchtungselemente zu kaufen, die gar nicht fĂŒr den deutschen Straßenverkehr zugelassen sind. Hierzulande mĂŒssen nĂ€mlich alle Produkte durch das Kraftfahrt-Bundesamt zugelassen sein, um im Straßenverkehr zum Einsatz kommen zu dĂŒrfen.

Das stellt sicher, dass die Leuchtmittel den Gegenverkehr bei einer korrekten Einstellung nicht blenden, ein gleichmĂ€ĂŸiges Lichtfeld erzeugen und andere sicherheitsrelevante Kriterien erfĂŒllen.

Ob ein Produkt zugelassen ist, erkennst du am PrĂŒfzeichen: eine Wellenlinie, ein K und eine folgende fĂŒnfstellige Zahl.

Vorschriften zur Fahrradbeleuchtung missachtet – diese Bußgelder drohen

Wer keine ausreichende Beleuchtung an seinem Fahrrad hat, kann mit Bußgeldern von bis zu 35 Euro rechnen. Die Höhe richtet sich dabei nach den Folgen, die das fehlende Licht mit sich bringt:

  • Beleuchtung am Fahrrad fehlt nachts oder ist nicht betriebsbereit: 20 €
  • 
 mit GefĂ€hrdung anderer: 25 €
  • 
 es kam zum Unfall: 35 €
  • Reflektoren fehlen oder sind nicht betriebsbereit: 20 €

Befreiung fĂŒr RennrĂ€der entfĂ€llt

Die einst geltende Befreiung fĂŒr RennrĂ€der wĂ€hrend der Teilnahme an Rennen entfĂ€llt. Gleichzeitig erĂŒbrigt sich allerdings auch die MitfĂŒhrungspflicht bei guten SichtverhĂ€ltnissen, sodass die Ausnahmeregelung ohnehin nicht mehr erforderlich ist. Gegebenenfalls muss eine Sondergenehmigung bei der Behörde beantragt werden.

Gesonderte Vorschriften fĂŒr FahrradanhĂ€nger

Auch fĂŒr FahrradanhĂ€nger gelten Regeln hinsichtlich der Beleuchtung. Bei einer AnhĂ€ngerbreite ab 60 cm ist ein zweiter Front-RĂŒckstrahler vorgeschrieben, ein eigener Scheinwerfer ab einer Breite von 100 cm, den du an der linken Seite anbringen musst. Ist der AnhĂ€nger schmaler, dann kannst du den Scheinwerfer anbringen, bist dazu allerdings nicht verpflichtet.

Daneben sind zwei rote Z-RĂŒckstrahler mit einem Abstand von maximal 20 cm zur Außenkante vorgeschrieben. Ist der AnhĂ€nger breiter als 60 cm, ist zudem ein RĂŒcklicht auf der linken Seite nötig. Auch, wenn der AnhĂ€nger das RĂŒcklicht des Fahrrads verdeckt, ist ein RĂŒcklicht erforderlich. Ein zweites RĂŒcklicht ist zwar möglich, allerdings nicht vorgeschrieben.

Die Regelung zu den Reflektoren an den RĂ€dern unterscheidet sich nicht vom Fahrrad selbst. Möglich sind hier entweder zwei gelbe RĂŒckstrahler je Rad, umlaufende Reflektorstreifen an den Reifen oder Felgen oder weiß reflektierende SpeichenhĂŒlsen.

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